Portfolio


Seit ich ein kleines Mädchen war und einen Stift festhalten konnte, male ich schon.
Das war meine liebste Beschäftigung, da ich komplett in meine eigene Welt versinken konnte.
Da war ich wohl damals schon ganz bei mir und malte die Welt, so, wie sie mir am besten gefiel.
Heute ist das nicht anders!

Meine Bilder sind meine Sicht auf die Erde. 
Ein Ort der Vollkommenheit, der unendlichen Liebe, der Kraft, der Lebendigkeit, des Friedens und der Freude.
So, wie ihn fast niemand mehr sehen kann.
Aber, wer sich mit der Erde und Mutter Erde verbindet, der wird die Wahrheit fühlen.
Ich wünsche mir, dass die Menschen all die Schönheit und Liebe wieder fühlen und sehen können, die uns umgibt.
Immer, in jedem Augenblick!

 



Ich habe eine ganz besondere Verbindung zu Rehen. Sie sind mein liebstes Motiv. 

Jeden Morgen sehe ich auf meinem Spaziergang mit meinen Hunden jede Menge dieser wundervollen Geschöpfe.

Sie symbolisieren für mich eine Unschuld und Anmut, wie kaum ein anderes Tier. Das machen diese großen, lieben und unschuldigen Augen und ihre übergoßen Ohren. Und natürlich die langen Beine, die ihnen zu diesem anmutigen Sprung verhelfen. Wenn sie gestreckt über die Felder fliegen, mit ihren hübschen weissen Hinterteilen, dann schlägt mein Herz immer noch höher. Jeden Tag!

Ich könnte ihnen immer zuschauen. 

Das hat sicher mit ihrer Botschaft an uns zu tun. Denn jedes Tier will uns helfen, uns etwas sagen, wenn wir nur genau hinhören und hinschauen. Die Sprache der Tiere zu verstehen hat sich mir in den letzten Jahren offenbart und leider ist es immer noch etwas, was mich unsicher sein lässt, anderen gegenüber. Als Spinner da zu stehen, nur weil ich die Tiere verstehen kann.

Dabei sind es die Gaben, die sich uns (wieder) offenbaren, wenn wir mit allem verbunden sind.



Heute morgen, auf meinem Spaziergang mit den Hunden, habe ich überlegt, wie ich eigentlich zur Kunst gekommen bin. Abgesehen davon, dass ich einfach in jeder freien Minute meines Lebens gemalt habe. Ich habe schon am Frühstückstisch vor dem Kindergarten gemalt. Im Kindergarten habe ich, weil mich die "kindischen" Spiele der anderen nicht interessierten, auch immer nur gemalt. Was zur Folge hatte, dass ich meine Mappe am Ende selber kaum tragen konnte. 
Durch meine Tante, die ältere Schwester meiner Mutter, kam ich zur Kunst. Sie war damals mit einem Künstler verheiratet und selbst die Kunstinteressierteste Person, die ich bis heute kenne. Bei ihr gab es Kinderbücher, wie das von Linneá im Garten des Malers. Und schon war ich dahin. Verliebt in Claude Monets Garten und in seine Bilder. Lange Zeit beeindruckte es mich, dass die Impressionisten in der Natur saßen mit ihren Staffeleien und das Licht der Tageszeit einfingen, die Jahreszeiten, aber vor allem, den einen besonderen Moment. Und das ganze, wie Monet, mit groben Pinselstrichen, die aus der Ferne zu einem vollkommenen Bild verschmolzen. So wollte ich auch irgendwann malen können. Aber dann kam die Pubertät, die Jahre der Entwicklung, des sich selbst in Frage stellen, des großen Zweifelns. Monet war mir nicht mehr "cool" genug. Ich nahm alles in mich auf, was mir an Kunst geboten wurde. Alles war interessant und noch unbekannt. Je "verrückter", desto besser. Aber das waren keine Herzensangelegenheiten. Es war Bildung und Erfahrung.

In meinen späten Teenager Jahren drehte sich alles um Emanzipation. Das war in der Mode so Revolutionär, wie in der Kunst, es war ein Teil meines Lebens, meiner Weltanschauung. Ich wollte frei sein, wenn ich ein Frau war. Meine eigenen Entscheidungen treffen, mein eigenes Geld verdienen und vollkommen unabhängig sein. Das ganze kam natürlich aus dem, worin ich aufwuchs. Ich hatte die Streitereien ums Geld, so wie komplette Abhängigkeit, aber auch die komplette Selbstständigkeit um mich herum. Also war mir klar, was ich wollte und was nicht. In der Zeit drehte sich alles um Camille Claudel und andere Frauen, die im Schatten von Männern gelebt und gewirkt hatten. So, wie auch Dora Maar. Ich verschlang Bücher über Künstlerinnen, der frühen Pariser Bohème und träumte davon auch schon damals gelebt zu haben. Gewagte Dinge zu tun, meine eigene kleine Revolution zu leben. Als Künstlerin. Aber leider kam es nie dazu. Denn ich hätte so etwas nie gewagt, denn mein höchstes Ziel war die finanzielle Unabhängigkeit.



Ich ging zwar an die Kunstakademie, aber ich wagte den Schritt in die freie Kunst nicht. Eine andere Welt herrschte in mir vor und ich folgte ihr unermüdlich. Einfach, weil ich nicht anders konnte. Nach meinem Studium des Modedesign arbeitete ich fünf Jahre für ein oder vielleicht das führende Modeunternehmen Deutschlands. Es brachte mich regelmäßig in viele Hauptstädte Europas. Und so war ich eines Tages in Berlin und konnte ein wenig Zeit erübrigen und besuchte die Ausstellung des MOMA. Nach einer unendlichen Wartezeit von über vier Stunden kam ich endlich ins Museum, um dann festzustellen, dass ich noch circa dreißig Minuten hatte um mir die Ausstellung anzugucken. Leicht gestresst und eigentlich schon völlig neben mir, betrat ich den ersten Ausstellungsraum. Plötzlich stand ich vor dem ersten Exponat und im gleichen Moment schossen mir die Tränen in die Augen. So überwältig und unvorbereitet war ich auf diesen Anblick. Ich weinte ein paar Tränen, die aus der Tiefe meiner Seele kamen, denn ich stand vor den Seerosen von Claude Monet.

Man kann sich gegen alles wehren und für vieles interessieren. Aber es gibt eben die Dinge, die einen wirklich berühren. In dem Moment verstand ich, dass es zwecklos war, sich gegen Monet zu wehren. Es war einfach nur überwältigend. Er war der Maler meiner Kindheit.

Etwas Magisches für mich! Etwas, was gefühlt werden wollte.

Heute würde ich sagen, dass ich mich eigentlich gar nicht für Kunst interessiere und habe mich lange dagegen gewehrt eine Künstlerin zu sein. Denn ist Kunst nicht auch irgendwie immer künstlich? Ich wollte doch immer nur authentisch sein. 

Von meinen Bildern kann ich nur sagen, dass sie nicht authentischer sein könnten. Jedes Bild, das bin ich! Dass ist das, was in meinem Herzen ist, dass ist das, was meine Augen sehen, wenn ich draußen bin, was ich fühle, wenn ich ganz bei mir bin.

Es ist die Form des Ausdrucks, in der ich die absolute reine Wahrheit sprechen kann. Mit Bildern, Farben, Gefühlen...

 

Die ganzen Medien ermöglichen es uns heute sich mit Menschen aus der ganzen Welt zu verbinden. Wir brauchen nicht die großen Künstler, ich brauche sie nicht, denn ich sehe bei Instagram jeden Tag so viele Menschen, die "kleine" und "größere" Künstler sind und sich einfach auf ihre Weise ausdrücken. Und was ich besonders liebe, dass vieles naiv und kindlich ist. Das berührt mich am allermeisten. Und das Wiederrum erinnert mich an die Bilder, die meine Eltern in unserer ersten Wohnung hatten, die alle von Osteuropäischen Naiv-Malern stammten. Für Kinder eine wahre Freude. Weil alles so herrlich unschuldig war. Außerdem kaufte meine Mama mir damals Sarah Kay Sachen und das war meine erste große Liebe und Herausforderung. So schöne Mädchen zu zeichnen, wie die von Sarah Kay. Meine Mama übte mit mir stundenlang. Aber zufrieden war ich nie. In meinen Augen malte sie immer viel schönere Mädchen. 

 

Und ab hier geht die Geschichte jeden Tag noch ein Stückchen weiter...

Ich freu mich auf Euren regelmäßigen Besuch!

Danke, dass Du da bist!

 

Alles Liebe,

Simone xx