7 inspirierende Dinge meiner Woche - KW01

Vom suchen und finden


Heute weiß ich gar nicht, wo ich beginnen soll. Zwei Wochen lang hatte dieser Artikel Pause. Vielleicht seinen verdienten Winterschlaf gehalten. Um so mehr habe ich mich wieder darauf gefreut, heute schreiben zu können. Aber wo es jetzt soweit ist, weiß ich gar nicht mehr, wo ich anfangen soll. Ich fühle mich regelrecht erschöpft nach den Feiertagen. Nach diesen zwei Wochen, die viel Unruhe in mein Leben gebracht hatten. Allein Weihnachten hatte mich innerlich ein wenig in Stress versetzt, weil ich nicht wusste, wie ich es feiern wollte. (Darüber hatte ich in meinem letzten Artikel von 2019 geschrieben.) Dann an den Weihnachtstagen kam ich morgens zu meinen Schafen und fand nur noch eins meiner drei Schafe dort vor. Dann war plötzlich das Zweite da. Aber trotz unserer unermüdlichen Suche blieb mein drittes Schaf eine Woche lang verschollen. Ich hatte nicht mehr damit gerechnet es noch lebend zu finden. Nachdem, was im Sommer so schreckliches passiert war, konnte ich mir nicht mehr vorstellen, dass er noch leben würde, mein süßer Bock. Hunde waren mal wieder die Ursache für das Chaos. Leider keine harmlosen Hunde. Aber dann am Neujahrstag fand ich meinen Snow wieder. Er lebt und war völlig unversehrt, nur ein wenig verwirrt. Denn er stand nun bei zwei großen Kaltblut - Pferden und wollte nichts essen. Ich war im siebten Himmel, als ich ihn dort sah und er zu mir angerannt kam. Da waren auf jeden Fall die magischen Hände des Universums mit im Spiel!

 

  • Dass es Synchronizitäten gibt, das habe ich nicht nur in Celestine gelesen. Ich merke immer wieder, wie die Dinge sich einfach fügen. Eins das andere ergibt. Mir geholfen wird, immer im richtigen Augenblick. Aber am Neujahrstag war es wirklich für einen Moment so, dass ich kurz Gänsehaut bekam und an die Celestine-Bücher denken musste. "Danke, Universum!" innerlich gesagt habe. "Du bist einfach einzigartig perfekt."
    Nachdem wir einen Tipp bekommen hatten, wo mein Snow sein könnte, bin ich tatsächlich mit Fernglas losgezogen, um mal von Weitem einen Blick auf das Tier zu werfen. Leider bekam ich es nicht scharf gestellt... Aber ja, da war eindeutig ein einzelnes Schaf. Auf dem Weg zum Auto, leicht enttäuscht von meiner Mission, traf ich eine Frau mit Hund. Ich erkannte sie. Wir hatten uns bestimmt eineinhalb Jahre nicht gesehen. Da fiel mir ein, dass sie auch da wohnt, ein Stück weiter, wo ich das Schaf gesehen hatte. Also fragte ich sie. Sie sagte sofort, ja, da wäre ein Schaf bei Nachbarn angekommen und keiner wüßte, wem das gehört. Sie konnte mir sogar ein Foto zeigen und JA, es war Snow! Sie hatte über den Nachbarschafts-Chat, den sie bei What's App haben, sofort Bescheid geben können, dass sie mich gefunden hatte und konnte mir dadurch die Adresse mitteilen. Sie sagte auch noch: "Normalerweise gehe ich nie so weit, aber heute wollte der Max mal richtig laufen." Ich dachte nur: JAJAJA!!! So funktioniert das Universum!
    (Obwohl mein Schaf eine Ohrmarke hat, war es in Holland anscheinend mal wieder nicht möglich, mit Deutschland in Kontakt zu treten und den Besitzer hinter der Nummer ausfindig zu machen. Muss man nichts zu sagen...)
  • Das war der perfekte Start in das neue Jahr! Snow hatte sich da so liebe Menschen ausgesucht. Sie haben sich so lieb um ihn gekümmert und waren auch so nett, ihn zu behalten, bis wir ihn abholen konnten. Ich tue mich manchmal immer noch schwer Menschen richtig zu vertrauen. Obwohl ich sofort gefühlt hatte, dass sie absolut liebevoll mit ihm und ihren Pferden waren. Und auch mit mir offen und sehr nett. In erster Linie war ich einfach überwältigt von der Magie des Universums und davon, dass ich ihn einfach wieder zurück bekommen habe. Wie tapfer der kleine Mann auf seiner Reise war. Wie er sich wohl sehr vorsichtig seinem zwischenzeitlichen Unterschlupf genähert hat. Und das er sich dann zwei so gigantisch große Pferde ausgesucht hat, denen er vertraute. Manchmal führen die Tiere Menschen zusammen. Das habe ich schon oft erlebt. Und hier hat es einfach gepasst. Er hätte keine bessere Wahl treffen können. Und es wird sicher auch einen Grund gegeben haben, warum ich plötzlich wieder Niederländisch sprechen musste. Nach so vielen Jahren Pause. Puh, dass war ganz schön aufregend. So aufregend, dass ich nachts kaum schlafen konnte, weil ich anscheinend von dem Sprechen der anderen, aber doch vertrauten Sprache ganz überwältigt war. 
  • Den anstrengenden Teil zum Start in das neue Jahr haben wir zum Glück gut überstanden. Das war für mich die erste Stunde von 2020, in der so viel Feuerwerk in unserer Nachbarschaft gezündet wurde, wie nie zuvor. Und in der meine Hunde immer so sehr leiden. Meine Hündin hat so gezittert und das Herz so gerast, dass ich für einen kurzen Moment Angst hatte. Aber ich versuche immer meine eigene Ruhe zu übertragen. Und das hat am Ende auch gewirkt. Klassische Musik und meine eigene Energie. Aber ich habe mich in Punkto Feuerwerk wirklich gefragt, ob es immer noch Menschen gibt, die noch nichts von Klimakatastrophe gehört haben? Die kein bisschen an die Natur, die Umwelt und die Tiere denken? Die, wie mein zweiundneunzigjähriger Opa ganz richtig sagte, einfach zu bequem sind, etwas zu ändern. Die das zwar alles schon mal gehört haben, aber in dem Moment einfach alles ignorieren können. Manche tarnen es als Traditionen. Aber nichts ist für immer. Und schon gar nicht die Dinge, die wir heute besser wissen.
    Wenn vor Sylvester öffentlich bekannt gegeben wird, dass wir mit dem Feuerwerk solch immense Massen an Feinstaub in die Luft schießen, wie kann man das einfach ignorieren, bei den Problemen, die wir mit unserem Klima auf der Erde haben? 4.500 Tonnen Feinstaub durch Feuerwerk, was 15% des gesamten Autoverkehrs im Jahr entspricht. Ich finde die Zahl so erschreckend, dass es mich wundert, dass Feuerwerk nicht längst verboten wurde. Wer braucht also Umweltzonen in Städten, wenn man sich dann an einem Tag, oder einer Nacht, des Jahres alles wieder zurückholt? Alleine die Müllberge, die dadurch entstehen, sind für mich die ganze Sache nicht wert. Und dass so viele Raketen draußen in der Natur gezündet werden, wo wahrscheinlich Vögel, Eichhörnchen und Rehe völlig verstört in ihren Nestern und Höhlen hocken, macht mich sogar noch trauriger. Weil ich in all dem sehe, wo die Menschheit steht. Wie weit weg von einem höheren Bewusstsein die Masse Mensch ist. Es ist traurig zu erleben, dass die Kinder vorgeschoben werden, die sich Feuerwerk wünschen. Jeder Mensch, nicht nur Erwachsene, haben die Chance dazu anzuleiten, achtsamer mit unserem Planeten umzugehen. Wir alle sind in der heutigen Zeit dazu aufgerufen, aus unserer Bequemlichkeit herauszukommen und auch mit Traditionen zu brechen. Nämlich um Neue zu erschaffen! Die auf Liebe und Bewusstsein gebaut werden.
  • Am Sylvester Nachmittag hatte ich noch ein ganz wunderbares und inspirierendes Gespräch mit einer netten jungen Frau. Sie arbeitet in dem Bioladen, wo ich einkaufen gehe. Wir sprachen über die Weihnachtstage und kamen auf das Thema Kirche und Gottesdienst. Sie sagte, dass sie den Kindergottesdienst, den sie mit Freunden besucht hatte, total überholt fand. Dass er weder wirklich verständlich für Kinder war, noch irgendwie zeitgemäß oder greifbar. Und das passte so gut zu dem, womit ich mich im Dezember befasst hatte. So dass wir beide dann überein kamen, dass es schön wäre, wenn etwas ganz Neues entstehen würde. Etwas feierliches, wo man Gemeinschaft hat, aber eben frei von allen Religionen und Lehren. Ich würde mir wirklich wünschen, dass da wo wir alte Traditionen und Überzeugungen sterben lassen, weil wir sie heute nicht mehr vertreten können, wir etwas Neues wachsen lassen. Damit kein Gefühl der Leere entsteht, so wie ich es kurz vor Weihnachten empfand, nur weil ich nicht mehr Teil von etwas bin. Es wird noch Zeit brauchen. Aber alles wandelt sich gerade. Und mit jeden Jahr dieses neuen Jahrzehnts, wird mehr Veränderung kommen. Das Alte wird sterben, damit das Neue sein kann. Und das Neue wird auch neue Freiheit und Rituale und ein neues Miteinander mit sich bringen. Da bin ich mir ganz sicher. Wir alle sind gefragt, kreative Schöpfer zu sein.
  • Was wünsche ich mir für 2020? Habe ich Pläne? Will ich etwas besonderes erreichen? Ich weiß es gerade gar nicht. In den Social Media wurde so viel über das alte und das neue Jahr gesprochen. Businesspläne geschmiedet, was auch immer. Und ja, das kann manchmal ansteckend wirken. Aber ich empfinde das ganze jedes Mal als Falle. Denn genau da, wo ich Pläne mache, habe ich auch Erwartungen. An mich selbst, an meine Arbeit, die für mich keine ist und an das Universum. Denn das soll mich natürlich in allem unterstützen, was ich mir vornehme. Nur, dass es so nicht funktioniert. Ich bleibe, zum Entsetzen aller Menschen immer noch dabei, mich einfach treiben zu lassen. Im Fluss des Lebens. In jedem Moment das zu tun, was ich möchte und es nicht in Frage zu stellen. Und alle Geschenke so zu nehmen, wie sie kommen. Ich kann nicht planen, mehr Follower bei Instagram zu bekommen. Dazu tüfteln andere Strategien aus. Machen Pläne, wann sie was posten. Welche Zeit dafür am besten ist. Und und und... Das ist nicht meine Welt! Ich bin einfach gerne frei. Und ja, an manchen Tagen vergesse ich sogar, dass ich eigentlich schöne Fotos gemacht habe, die ich in meiner Story posten wollte. Ich wünsche mir wirklich diese Freiheit, einfach zu sein. Alles ohne Anstrengung zu machen. Nur so, wie es mir passt. Ich möchte kein Business! Ich möchte schenken. Inspirieren. Liebe verbreiten.
  • Der Frost am Neujahrsmorgen war einfach ein Traum. Der Nebel war so dick und nass. Alles war sofort gefroren. Meine Haare, die Hundehaare ebenfalls. Es war wie in einem Märchen. Alles hatte hübsche, frostige Kristalle aufgesetzt bekommen. Das rosafarbene Licht bei Sonnenaufgang war einfach traumhaft. Das sind die Momente, die ich in mir drin abspeichere. Die mich nähren. Die mich glücklich machen. Die mich die Erde und die Natur so sehr lieben lassen. Weil sie einfach magisch sind! Weil es wahre Wunder sind. Auch, wenn man mir das sicher jetzt auch wissenschaftlich erklären könnte, wie das zustande kommt. Nein, es bleibt ein Wunder. Denn das Wunder ist, dass es das gibt! Dass die Erde, die Natur, unser Kosmos all das erzeugen kann. Die passenden Zutaten dazu bereit hat. Die Magie zu fühlen gibt mehr, als alles zu wissen.
  • Gestern habe ich mein erstes neues Bild in 2020 begonnen. Was war es schön, endlich wieder Farben zu mischen und den Pinsel über die Leinwand huschen zu lassen. Es war wie nach - Hause - kommen.

 

Alles Liebe,
Simone xx


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