7 inspirierende Dinge meiner Woche - KW23

Zeit existiert nur in unserem kopf


Die ganze Woche bin ich ziemlich Heuschnupfen-geplagt. Die Gräser sind für mich das Schlimmste... Und das, wo ich doch so viel draußen bin. Seit drei Jahren habe ich mit Heuschnupfen zu tun. Ausgerechnet jetzt, wo ich jeden Tag nur durch die Natur ziehe und jede Polle mir ins Gesicht weht. Sehr gemein! Leider ging es diese Woche voll auf die Augen, mit Jucken und Rötung und auch Kopfschmerzen. Es hat mich voll erwischt und ich fühle mich, als hätte mir jemand den Stecker gezogen. An manchen Tagen konnte ich nichts machen. Und das fällt mir, nach wie vor, nicht leicht. Denn ich bin von Natur aus ein fleißiges Bienchen, was ständig an irgendetwas arbeitet oder einfach auch nur backt und kocht und hier und da was macht. Aber diese Woche hatte ich auf nichts Lust. Wie das meine Woche beeinflusst hat, erfahrt ihr in meinen 7 inspirierenden Dingen!

 

  • Noch immer fällt es mir schwer, nichts zu tun. Einfach den Tag so zu nehmen, so vor sich hinzuleben, ohne etwas bestimmtes zu machen. Ohne malen, zeichnen, schreiben... ohne Energie zu sein. Das ist das Schlimmste für mich. Keinen Antrieb zu fühlen. Dabei ist es doch gar nicht schlimm, sondern ganz natürlich. Der Körper braucht eben auch mal eine Auszeit. Gerade dann, wenn er, wie meiner, gegen all die Pollen versucht anzukommen. Nächstes Jahr werde ich vielleicht mal Bio-Resonanz ausprobieren?! Mal sehen. Einfach, damit mein Körper wieder sein natürliches Gleichgewicht wiederfindet. Interessant ist, dass wir so eine innere Unruhe haben. Ein schlechtes Gewissen, wenn wir mal nicht in der Lage sind, etwas zu tun. Ich muss mich dann daran erinnern, dass es in Ordnung ist. Dass ich diese Ruhe gerade brauche. Es war so viel los emotional in dieser Woche und den Wochen davor. Der Körper fordert einfach seine Auszeit ein, damit er wieder neue Energie auftanken kann. 
  • Damit komme ich auch schon zum zweiten Punkt. Denn ich habe mich dabei erwischt, dass ich doch ab und zu noch mal in diese "Zeit-Falle" tappe. Alles gerne beschleunigen möchte. Und einfach enttäuscht bin, wenn alles so lange dauert. Diese Woche habe ich sehr viel gelernt. Irgendwie weiß man so viel und doch lerne ich andauernd noch ein wenig mehr über diese Dinge. Zum Beispiel, dass doch immer alles anders kommt, als man denkt. Ich habe so klare Vorstellungen von meinem Leben gehabt die letzten Jahre. Mir Bilder gemalt, wie es aussehen würde und in kleinen inneren Filmen gesehen, wie es sein sollte. Ich habe so sehr daran festgehalten, was auch sehr gut und wichtig war, dass ich gar nicht bedacht habe, dass es auch ganz anders kommen könnte. Nicht das Endergebnis, sondern der Weg dahin. Dass, was ich mir wünsche, das wird sich erfüllen. Da habe ich keinen Zweifel dran. Deswegen war und ist es auch so wichtig, dass ich an meinen Wünschen und Träumen festgehalten habe. Aber der Weg dorthin verläuft nun doch ganz anders. Nicht so wild-romantisch, wie in meinen Phantasien, die doch schon ein paar Jahre alt sind. Woran ich erkenne, dass ich mehr weg bin vom Mädchen und mehr Frau geworden bin. Mit über Vierzig doch eine ganz andere Reife erlangt habe. Zu erkennen, dass alles seine Zeit braucht, wesentlich mehr Zeit, als ich je gedacht habe, hat mir oft Angst gemacht. Gerade in dieser Woche habe ich verstanden, wie viel Zeit oft nötig ist und dass ich immer noch alles antreiben will. Und dann lese ich gestern in ein Kinderbuch rein und darin ging es um Sterne und Kometen und das es ungefähr 5,5 Jahre dauerte, bis Mutterstern bei Baby Komet war, um mal eben Fieber zu messen. Da dachte ich UNVORSTELLBAR! Und wieder erkenne ich, nur wir Menschen, die wir in Zeit rechnen und wissen, wie alt wir ungefähr werden und deswegen durch das Leben hetzen, grenzen uns durch Zeit ein. Was für ein Schwachsinn! Wenn man bedenkt, wie viele Leben wir zur Verfügung haben. Und wie viel Zeit wir doch in jedem Leben auf der Erde haben. Wir wollen immer irgendwo ankommen. Vielleicht meinen wir deshalb, je schneller wir durchs Leben rennen, desto eher sind wir am Ziel. Nur was soll dieses Ziel sein? Wenn wir versuchen dem Glück nachzujagen, dann vergessen wir tatsächlich heute und hier schon glücklich zu sein.
  • Eine Nebenwirkung des Nichts-tun war, dass ich mir Zeit genommen habe YouTube Videos zu schauen. Allen voran von Jonna Jinton, meiner absoluten Lieblings - Vloggerin! Sie ist eine wunderbare, schwedische Künstlerin. Eine Naturverbunde Seele! Ich liebe ihre Videos! Sie ist vor ein paar Wochen in ihr absolutes Traumhaus gezogen und ich habe jede Sekunde ihrer neuen Videos mitgefühlt und innerlich aufgeseufzt. Wie kann man so traumhaft leben!!! Ich kann verstehen, dass sie im siebten Himmel ist und manchmal glaubt, sie wäre tot und im Himmel angekommen. Es ist ein absoluter Traum für alle Naturliebhaber! Es hat mich sehr inspiriert und mich innerlich bereichert und berührt. Danke liebe Jonna, dass du so bist, wie du bist!
  • Wer sich über mein neues Bild wundert oder sich auch schon die letzten Wochen über meine Zeichnungen gewundert hat, dem sei gesagt: Ich tue das auch! Keine Ahnung, was da mit mir los ist?! Aber ich probiere andauernd etwas Neues aus. Suche mir plötzlich ganz andere Motive. Komischerweise habe ich gleichzeitig totale Sehnsucht nach meinen Acrylfarben. Aber es kommt bis jetzt keine richtige Inspiration. Ich schiebe das im Moment auf meine Antriebslosigkeit. Wenn es mir wieder besser geht, wird wohl auch wieder mehr in mir hochkommen. Trotzdem mag ich auch meine neuen Arbeiten. Sie passen zu meinen Linoldrucken. Und auch zu meiner inneren Stimmung. Mal sehen, wie es weiter geht.
  • Meine Schafe fühlen sich geschoren einfach traumhaft an. Wie ganz weicher Samt. Das tollste aber ist, dass man sie jetzt viel besser schmusen kann. Ich lege meine Arme um ihren Hals und meinen Kopf auf ihren Rücken. Ich könnte so auch nachts schlafen. Es ist ein herrliches Gefühl. Für die lieben Schafe sicher auch.
  • Passend zum Thema Tiere, habe ich diese Woche meiner kleinsten Cousine ein Buch zum Geburtstag geschenkt. Ich finde das Buch absolut bezaubernd gestaltet. Gustav und Nele von Nancy Neugebauer erzählt die Geschichte von einem Mädchen, das von einem Bauern ein Gänseei geschenkt bekommt, nachdem der Fuchs die Gans gestohlen hat. Vom Ausschlüpfen des kleinen Gustav, seinem Heranwachsen und einer innigen Beziehung mit Nele. Nancy Neugebauer hat wunderschön fotografiert und erzählt kindgerecht von dieser besonderen Freundschaft. Ein Buch, das Lust auf Landleben und ein Leben mit Tieren macht. Also genau mein Ding!
  • Ich könnte zu Punkt 7 sehr viel schreiben. So viel war los in den letzten Tagen. Aber irgendwie entscheide ich mich jetzt für etwas ganz simples. Nämlich für die Fotos, die ich von dem Margeriten Feld gemacht habe. Diese Wiese blüht ein Mal im Jahr so herrlich. Das ist für mich jedes Jahr ein Highlight. Ich freue mich so sehr über diesen wunderschönen Anblick. Sie gehören, neben Kamille, zu meinen absoluten Lieblingsblumen und sind für mich die unschuldige Blume schlechthin. Jetzt hoffe ich nur, dass der Bauer sich noch Zeit lässt mit dem Mähen seiner Wiese...

 

Alles Liebe, 

Simone xx

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