7 inspirierende Dinge meiner Woche - KW 15

Die welt mit liebevollen augen anschauen


Vielleicht ist es dem ein oder anderen aufgefallen?! Aber letzte Woche hat dieser ganz spezielle, wöchentliche Artikel gefehlt. Vor allem hat er mir selbst gefehlt. Daran habe ich gemerkt, dass ich gar nicht unbedingt für andere schreibe, sondern in der Hauptsache für mich selbst. Es ist wirklich für mich ein besonderer Artikel, ein lieb gewonnener Moment, wenn ich jede Woche hier auf dem Blog auf meine Woche zurück schaue. Manchmal erkennt man die Dinge erst, wenn sie nicht mehr da sind. Im Vermissen entdecken wir die Wichtigkeit und große Bedeutung von etwas. Zumindest kenne ich das von mir so. Denn oft stelle ich doch noch mal etwas in Frage, oder nehme es für nicht so wichtig. Im Nachhinein erkenne ich dann, wie wichtig es mir ist. Hier also meine Woche 15!

 

  • Seit zwei Wochen habe ich ein kleines Tagebuch. Es ist irgendwie ganz unabsichtlich zu mir gekommen. Ich hatte für jemand Liebes ein kleines Büchlein kaufen wollen. Als Journal oder Tagebuch. Und hatte mich spontan für dieses kleine Moleskine Kalender - Buch entschieden. Aber dann dachte ich, die Seiten sind ganz schön klein. Nimm doch lieber den großen Kalender. So blieb der Kleine dann bei mir. Da ein Kalender nun mal auf einen bestimmten Zeitraum begrenzt ist, wollte ich ihn nicht unbenutzt lassen. Da es für jeden Tag eine Seite gibt, allerdings sehr klein, kam mir direkt die Idee mit dem Tagebuch. In meiner Jugend habe ich immer Tagebuch geschrieben. Einen ganzen Koffer voller Bücher lagert noch bei mir. Irgendwann hielt ich mich tatsächlich nicht mehr für eine Schreiberin und ein Tagebuch zu schreiben fand ich überflüssig. Bis ich anfing in dieses kleine Buch zu schreiben. Gerade, weil so wenig Platz ist, konzentriere ich mich nur in wenigen Sätzen auf die wichtigsten Dinge, Gefühle, Erkenntnisse. Was diesen Tag ausgemacht hat. Manchmal ist es mir wichtig die schönen Dinge hervorzuheben. An anderen Tagen brauche ich jemanden, dem ich noch mal mein Herz ausschütten kann. Egal, was es ist, es ist ein sehr gutes Gefühl, vor dem Einschlafen den Tag zu reflektieren und somit alles abzulegen, um befreit einschlafen zu können. Ich bin sehr froh über diesen Fehlkauf, der zu einem tollen Geschenk an mich selbst wurde.
  • Diese Woche war wirklich eine ganz besondere Woche. Mit sehr viel Tiefgang. Wenn Schmerz ausbricht, haben die meisten von uns oft ein begleitendes Gefühl von Panik und Verloren-sein. Ich kenne das auch. Aber aus jeder Wunde wächst eine neue, zarte Blume, wenn wir den Schmerz umwandeln in eine tiefe Erkenntnis. Alles will uns etwas sagen. Das tröstet mich sehr oft. Ich wurde in den letzten Tagen wieder zu meinem Ur-Selbst zurück geführt. Ja, manchmal geht im Alltag, in all den menschlichen Gedanken, die Essenz des Lebens noch mal unter. Aber da, wo wir vielleicht etwas vermissen, wo etwas weggenommen wird, da ist plötzlich wieder Platz für Liebe. Für noch mehr Liebe. Mein Fazit ist tatsächlich: Je mehr man mir nimmt, desto mehr Platz ist da für Wahrheit und Liebe. Ich hoffe, ihr könnt verstehen, was ich meine?! Denn am Ende erkenne ich immer wieder: Die Liebe ist das einzig wichtige im Leben. Weil man kann mir alles nehmen, aber nicht meine Liebe!
  • An Dinge zu glauben, die andere Menschen für absoluten Quatsch halten, erfunden und abgedreht, erfordert viel Mut und Stärke. Mir macht es nichts aus, wenn andere mich für verrückt halten. Obwohl es mich immer wieder schmerzt, dass Menschen so oberflächlich und urteilend sein können. So viele sind voreingenommen und glauben alles am besten zu wissen. Mich macht es traurig, wie viele sich damit letzten Endes für die Liebe versperren. Sich dem System, der Masse anschließen, weil sie glauben, wenn alle es machen, muss es der einzig richtige Weg sein. Dabei gibt es so viel schönere Wege, wenn wir mutig sind. So viel Reichtum, der nichts mit materiellen Dingen zu tun hat.
  • Am Anfang der Woche habe ich meine Website ein bisschen überarbeitet. Einige meiner kleinen, gerahmten Bilder abfotografiert, die noch zum Verkauf stehen. Mir macht es immer Freude etwas zu arrangieren und in einen neuen Kontext zu setzen. So auch dieses Mal mit Hilfe dieser schönen, neuen Baumscheibe, die mein Vater aus dem Garten eines Freundes mitgebracht hat. Auch die trockenen Farnwedel, die ich vor ein paar Wochen mitgebracht hatte, haben dabei Verwendung gefunden. Wer Lust hat, kann mal in meine Rubrik Bilder reinschauen.
  • Seit letzter Woche habe ich mir vorgenommen wieder mehr Zeit draußen in der Natur zu verbringen. Meine Morgenrunde mit den Hunden etwas mehr auszudehnen und meine Zeit draußen wieder intensiver wahrzunehmen. Wenn man sich die Zeit nimmt, um sich selbst zu reflektieren, kann man viel erkennen. So habe ich festgestellt, dass ich in den letzten Monaten angefangen habe, immer weniger Zeit draußen zu verbringen. Meine Spaziergänge wurden kürzer. Ich wurde unausgeglichener. Leider muss ich gestehen, dass ich durch meine Besuche in der Eifel, die Landschaft dort sehr ins Herz geschlossen habe. Und jedes Mal, wenn ich dann wieder zurück war, fehlte sie mir sehr und ich fühlte mich uninspiriert auf den altbekannten Wegen. Aber auf der anderen Seite habe ich auch gemerkt, dass ich komischerweise eine innere Unruhe spürte. So, als müsste ich schnell wieder zuhause sein. Wenn man diese Gefühle und Gegebenheiten enttarnt, dann kann man auch damit arbeiten. Ich versuche mir jetzt alle Zeit der Welt zu nehmen und sage mir bewusst im Moment, dass die Zeit draußen immer meine liebste Zeit war und ist, und mir nichts davonläuft. So kann ich wieder entspannt im Anblick der Natur versinken und genieße meine Zeit dort viel mehr.
    Ich kann jedem nur empfehlen sich die Zeit zu nehmen für ein wenig Selbstreflexion. Egal, ob mit einem Tagebuch, Bullet Journal, oder was auch immer. Es unterstützt mich sehr auf meinem täglichen Weg. Es hilft mir, mich besser zu sehen und zu verstehen.
  • Ungeduld ist vielleicht mein Wort der Woche. Und mich in Geduld zu üben zur Zeit (mal wieder) die größte Herausforderung. Warum das so ist und was gerade so los ist, erfahrt ihr sicher innerhalb der nächsten Wochen.
  • Wenn ich durch die Blütenallee gehe, die ihr unten auf dem Foto seht, dann denke ich unweigerlich an Anne Shirley! An die Schneekönigin, wie sie den blühenden Kirschbaum vor ihrem Fenster nennt. Und den See der glitzernden Wasser und all die anderen herrlichen Orte, denen sie liebevolle Namen gibt. Ich bin seit meinen frühen Teenagerjahren ein ganz großer Fan von Anne Shirley, der Heldin aus Lucy Maud Montgomery's Büchern Anne auf Green Gables usw... 
    Jedes Jahr denke ich, wenn die Blüten ihre Blütenblätter fallen lassen und sie einen weißen zarten Teppich auf dem Boden bilden, dass es bei keiner Hochzeit schöner sein könnte, als gerade in dem Moment, wenn ich darüber her laufe. In mir steckt auf jeden Fall ganz Gewiss eine Anne! Denn meine Phantasie, (Vorstellungskraft, wie Anne es nennt) war schon immer sehr ausgeprägt. Zu meinem Glück und zum Leid oft von anderen.

Ein schönes Wochenende!

Alles Liebe,

Eure Simone xx



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