Bewusst leben - Bewusst konsumieren

Umweltfreundliche Begleiter


Wir stehen vor gigantischen Müllproblemen auf der Erde. Vor verschmutzten Meeren voller Plastik, in denen unsere Tiere sterben. Wegen unserem absolut egoistischen, Nach-mir-die Sintflut Leben. Wir sind so verstrickt in dieses Leben, in dieses System. Was nur auf Macht, Reichtum und Schnelligkeit konzentriert ist. Oft folgen wir blind, halten es für normal. Ja, weil wir es anders nicht kennengelernt haben. Traurig!
Aber wegschauen geht heute nicht mehr. Die Medien sind voll. Voll von der Katastrophe, die wir in den letzten hundert Jahren angerichtet haben. Als alles immer schneller und immer mehr wurde. Mehr Konsum, mehr Profit. Mehr Geld, mehr Macht, mehr Müll. Eine Wegwerfgesellschaft. Nur weg ist nicht weg. Was mich daran so traurig macht ist, dass sich jemand dieses System ausgedacht hat, um an unser Geld zu kommen. Und dabei bewusst alles an Nebeneffekten ignoriert hat. Nur damit der Staat mächtig bleibt. Damit das Geld in die Haushoch verschuldete Staatskasse fließt. Wir unterstützen das System. Mit jedem einzelnen Teil, was wir unbewusst kaufen und wieder wegwerfen. Damit arbeiten wir auch fleißig am Untergang unserer großen Mutter. Unserer geliebten Erde!

 

Wir sind dazu aufgerufen mal öfters "Nein" zu sagen und aus der Reihe zu tanzen. Geiz ist schon lange nicht mehr geil. Und hinterherlaufen ist noch nie die Lösung gewesen. Wie mein Vater früher sagte: " Wenn einer vom Hochhaus springt, springst Du dann automatisch hinterher?!"

Wer wirklich "in" sein will, der engagiert sich für Mutter Erde! Der macht sich stark für ein bewusstes Leben, für Nachhaltigkeit, denkt mit beim Einkauf und sagt NEIN zu Plastiktüten und unnötigen Verpackungen jeder Art. Das ist alles, was wir nach 2-10 Minuten wieder wegwerfen. Weil wir es ausgetrunken, aufgegessen oder nach Hause getragen haben. 
Viel Zeit kostet das Umdenken nicht. Ich habe immer immer meine große Korbtasche dabei und sage seit vielen Jahren Nein zu jeder unnötigen Tüte. Im Auto habe ich Beutel und Taschen, falls ich unverhofft irgendwo anhalte, um etwas zu besorgen. Trotzdem heute die Plastiktüten in den Geschäften Geld kosten, habe ich fast jedes Mal jemanden vor oder neben mir, der eine Tüte kauft. Da frage ich mich, wann es endlich ein Ende hat. Wie teuer Tüten werden müssen, damit man endlich NEIN sagt.

 

Es spart alles nicht nur Müll, sondern auch unser Geld. Mit unseren mitgebrachten Behältern, Essen, Wasserflaschen etc. haben wir alles bei uns, was wir brauchen. Und das für kleinstes Geld!

 

  • Wasserflasche von Zuhause mitnehmen. Ich habe wegen des Gewichts eine Kunststoffflasche ohne Weichmacher. Die wiegt leer so gut, wie nichts. Ansonsten habe ich, um z.B. Quellwasser vor Elektrosmog zu schützen eine große Violettglasflasche. Die wiegt allerdings leer schon einiges. Die nehme ich selten mit irgendwo hin.
  • Thermosflasche mit Tee. Das reicht für 2 Tassen. Entweder für mich allein oder zum Teilen mit einer Freundin/Freund. Dazu nehme ich immer Becher mit. Wie den Emaille Picknick Becher.
  • Für Essen außerhalb des Hauses Besteck aus Bambus. Es wiegt nichts und ist besonders nachhaltig, da Bambus extrem schnell nachwächst. Ebenso habe ich die Bambus Strohhalme vor einigen Jahren von Bali mitgebracht. Das Strohhalm Problem ist eine weltweite Katastrophe. Allein in den USA werden täglich 500 Millionen Strohhalme ausgegeben!!! Schildkröten und Wale, sowie viele andere Meeresbewohner finden den Tod durch unseren enormen Müll, den wir erzeugen.
  • Glasgefäße sind wunderbar um Smoothies, Getränke, aber auch kleine Mahlzeiten mitzunehmen.
  • Stoffbeutel und Einkaufskörbe sind die besten und umweltfreundlichsten Begleiter bei allem, was wir kaufen. Am besten im Bauernladen oder auf Wochenmärkten, wo wir alles lose bekommen, anstatt im Supermarkt auf eingeschweißte Ware zurückzugreifen. 
    Zur Zeit bin ich dabei kleine Stoffbeutel zu nähen, die ich für Tomaten, Äpfel, Champions oder andere lose Produkte nutzen möchte. Das spart noch mehr Papier- oder Plastiktüten.
  • Viele Lebensmittel sind im Bioladen in Gläsern erhältlich. So auch Kichererbsen, Apfelmus oder vegane Bortaufstriche. Diese kommen anschließend mit in die Spülmaschine und werden als Marmeladen-Gläser wiederverwendet. Aber auch, um Kerne, Nüsse und anderes aufzubewahren. Leider gibt es in meiner Stadt noch keinen Unverpackt Laden. Das ist für mich die Marktlücke schlechthin! Das würde noch viel mehr Plastik einsparen. Und Einkaufen noch schöner machen!
  • Vor allem sage NEIN zu Gerichten zum Mitnehmen, die in Plastik verpackt werden. Trau dich zu fragen, ob sie es dir auch in deine mitgebrachten Behälter oder Becher tun. Ich kenne das von meinen Reisen. Zuhause koche ich immer selbst. Aber ich denke, dass es hier genauso funktioniert.

Neue Liebe für alte Dinge


Das es so viele Dinge gibt, die die Menschen wegwerfen oder nicht mehr wollen, hat mich schon immer traurig gemacht. Bis heute liebe ich es, auf dem Sperrmüll nach brauchbaren Dingen Ausschau zu halten oder in Trödelläden und Second Hand Läden zu stöbern. Es ist erschreckend, wie viele Dinge an der Strasse stehen, oftmals vollkommen in Ordnung. Aber sie werden dann in den Schredder geworfen und zerstört, obwohl sie noch einwandfrei funktionieren. Einfach nur, weil wir ständig etwas Neues wollen. Unser Geschmack sich verändert hat. Allerdings ist günstige und mangelhafte Qualität wohl heute der häufigste Grund, warum Dinge schnell entsorgt werden. Etwas, was unschlagbar günstig ist, muss einen qualitativen Unterschied haben, zu etwas Hochwertigem oder Handgefertigtem. Wer heute noch Glück hat und wirklich tolle, alte Massivholzmöbel auftreiben kann, der hat etwas, was ewig bleibt.
Ein neuer Anstrich, kleine Reparaturen... so viel Liebe muss man schon investieren!

 

Was ich daran schon immer toll fand, dass ich dann Dinge habe, die sonst niemand hat. Anstatt Massenprodukte zu kaufen, die in Millionen anderen Haushalten auch zu finden sind.

 

  • Alten Dingen ein neues Zuhause schenken spart Müll! Und dämmt langfristig die Produktion neuer Ware ein!
  • Unikate finden, die aus unserem Zuhause ein besonderes Zuhause machen. 
  • Alte Dinge sind meist noch von besserer Qualität und damit sowieso langlebiger.

 

Wenn ich sehe, wie viel Kleidung so im Internet gebraucht angeboten wird, da kann es einem nur schwindelig werden. Die meisten Sachen sind von großen Ketten und höchstens 2x getragen worden. Daran sieht man, wie die Werbung und das Internet funktioniert. Wie bis jetzt die Rechnung aufgegangen ist. Das Geld fließt. Aber gleichzeitig geht jegliche Wertschätzung und Qualität verloren. Meist noch geht es um Masse beim Shoppen. Viel für möglichst wenig Geld. Allerdings finde ich Plattformen wie Kleiderkreisel, Ebay und Ubup gut, denn so können diese Kleider ein neues Zuhause finden. Lokale Secondhand Shops sparen allerdings Verpackung und Versand. Ausserdem ist es persönlicher und man kann anfassen und anprobieren. 

  • In meiner Stadt gibt es einige hochwertige Second Hand Boutiquen. Dort findet ihr qualitativ hochwertige Mode zu einem Drittel des Neupreises. Oft selten getragene Einzelstücke.

  • Auch bei der Mode ist es so, dass man oft besondere Stücke findet und somit einen einzigartigen Look kreiert, anstatt mit der Masse zu schwimmen. 
  • Lieblingsteile aufheben! Für Töchter, Nichten... Wer auch immer später eure Sachen lieben wird!
  • Gute Schuhe kaufen und regelmäßig zum Schuster geben. Reparieren erspart ständige Neukäufe und ständiges Entsorgen!
  • Kleidung, die ihr gar nicht mehr wollt ebenfalls im Second Hand abgeben, spenden oder bei Kleiderkreisel einstellen!

Ich finde es wichtig in einem gewissen Maß zu konsumieren. Oft gehen wir aus Langeweile in die Stadt oder wollen uns an schlechten Tagen etwas Gutes tun. Aber wie lange hält das Glücksgefühl an und brauchen wir all das wirklich? Ich habe festgestellt, dass ich weitaus weniger brauche, als ich je geglaubt habe. Das alles hat mit der Wertschätzung und unserer persönlichen, inneren Erfüllung zu tun. Wenn wir im Inneren glücklich sind, dann haben wir im Außen gar nicht so viele Bedürfnisse. Das heißt nicht, dass wir uns nichts gönnen dürfen und das Geld oder Einkaufen etwas schlechtes ist. Aber nach ein paar Jahrzehnten absolutem Shopping-Wahnsinn, ist es an der Zeit sich auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben zu konzentrieren. Wer im Inneren alles hat, der sucht auch nicht mehr im Außen nach Ersatzbefriedigung.

Und ich kann immer wieder nur sagen, dass Schätze, die wir entdecken, meist sehr viel mehr Freude machen, als in eine der großen Ketten zu gehen, wo jedes Teil hundert Mal hängt und im Etikett Made in China steht. Die gesamte Welt wird sich irgendwann wandeln. Aber nur, wenn wir uns endlich verwandeln. Fange du an. Gehe vor und inspiriere andere. Jeder einzelne von uns ist wichtig. Du bist wichtig! Verstecke dich nicht hinter Ausreden oder Bequemlichkeit. Das tut leider die Masse! Sei anders, sei ein Vorbild, ein Lichtbringer. In der noch dunklen Zeit auf unserer geliebten Erde!

 

Alles Liebe, 

Simone xx

 

 

Wer den ganzen Film sehen möchte, er ist tatsächlich bei YouTube komplett zu sehen! Einfach Plastic Planet eingeben :)

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