Selbstliebe - Teil 1


Sich selbst zu lieben ist der Anfang von allem. Schlimm genug, dass wir es nicht mehr tun oder verlernt haben. Aber da sind wir alle keine Ausnahme. Durch alle äußeren Einflüsse verlernen wir leider zumeist die existentiell wichtigen Dinge des Lebens.

Wir sind ein Wunder. Ein Wunder der Schöpfung, des Lebens.

Geboren aus einem einzigen Samen. Der diese Frucht erzeugt hat, die unser Leben ist. Unseren Körper geformt hat. Ihn hat wachsen lassen, bis er reif war, um auf die Erde zu kommen. 

In diesen kleinen Körper sind wir eingezogen, unsere Seele, als dieses Leben gezeugt wurde. Das sind wir! Die reine wunderbare Seele, die sich entschieden hat auf die Erde zu kommen, um ein Leben als Mensch, als ein Erdenkind zu leben und genau diese Erfahrungen zu machen. Ist das nicht ein Wunder? 

Ich mache es mir immer dann bewusst, wenn ich mit dem Leben oder mir selbst hadere. Spätestens dann ist es wieder Zeit, sich auf die Magie des Universums, die Magie der Schöpfung, die Magie des Lebens zu besinnen. Mir wieder bewusst zu machen, dass wir alle einzigartige wundervolle Geschöpfe sind.

Und weil das bei mir immer mal wieder passiert und ich es auch von vielen Menschen um mich herum höre, habe ich mich entschieden darüber zu schreiben. Über meine Erfahrungen mit dem Sich-selbst-lieben und warum es so existentiell wichtig ist. 

Denn nur dann, wenn wir uns lieben, können wir auch andere wahrhaft lieben. Wenn wir uns selbst nicht lieben, also Nein zu uns sagen, wie wollen wir da wirklich leben, wirklich glücklich sein? Das geht nicht.

 

Der Anfang ist oftmals das Schwierigste. Ich habe irgendwann erkannt, dass ich immer noch das liebenswerte kleine Mädchen bin, das ich auf den alten Fotografien anschaute. Das niedliche weiß-blonde Mädchen mit den riesigen Augen, das man einfach nur in den Arm nehmen wollte. Es feste an sich drücken und ihm sagen wollte: "Du bist wundervoll!" Das war der Moment, in dem ich fühlte, dass ich mehr bin als mein Körper, mehr bin als die Stimme in meinem Kopf mir weis machen wollte. Plötzlich kam ein Schwall an Erinnerungen zu mir zurück, wo ich wieder genau wusste, was ich als Kind gefühlt habe, wie ich die Welt gesehen habe und wie man sie mir ausgeredet hat. Und wie ich unerschütterlich versucht habe, mir einen Teil zu bewahren und wie ich alles immer wieder (stumm) hinterfragt habe und nicht glauben wollte, was man mir als Wahrheit "verkaufen" wollte. Allein dafür liebte ich mich plötzlich so sehr. Für all mein Bemühen, all meine Verzweiflung, all meine Liebe für jeden Regenwurm und alles, was nur existierte. Für all meine Weisheit, die noch in mir war und mich zu diesem klugen Wesen gemacht hatte, was zu Recht die Welt nicht verstand, wie sie war und gemacht wurde.

Ich finde den Weg zu sich selbst über den Anfang unseres Lebens, einen sehr schönen und vielleicht auch "einfachen" Einstieg, soweit man überhaupt von einfach sprechen kann. Mir hat es die Augen und das Herz geöffnet für die Seele, die ich bin, für das Erdenkind, das ich heute, in diesem Leben sein darf.

Es ist nicht an jedem Tag einfach. Einfach zu Sein. Glücklich zu sein. Das Leben zu genießen. Aber dafür sind wir hier, um genau das zu lernen. 

 

Wir sind so viel mehr, als unser Körper. Unsere Haut- oder Haarfarbe, unsere Körpergröße, unsere Leistungen oder gesellschaftliche Stellung. All das ist unwichtig. 

Unser Körper ist unsere Hülle, die Schutzhülle der Seele, das Fahrzeug, um uns zu bewegen, der empfindsame Kokon, der uns Gefühle erleben lässt. Berührungen erfahren. Körperliche Dinge, wie essen schmecken. Sich küssen oder umarmen. Zu tanzen oder den Erdboden zu berühren. Insofern ist der Körper für unser Leben auf der Erde sehr wichtig. Aber er ist nur der Apparat, der dies alles möglich macht. Wir sind NICHT dieser Körper, den wir zu gerne kritisieren. Wir sind der Kern innen drin, unsere Seele. Und die ist vollkommen. Immer.

Unser Körper ist ein wichtiger Teil von uns auf der Erde, weil er uns die körperlichen Erfahrungen ermöglicht. Deshalb gilt es ihn zu pflegen, damit er so lange, wie wir ihn brauchen, gesund, vital und geschmeidig ist.

Alles, was wir tun, was wir für uns tun, wie wir mit uns umgehen, spiegelt unsere Liebe für uns selbst.

 

Es gibt Tage in meinem Leben, da schaue ich in den Spiegel und das Gesicht, das mich anblickt gefällt mir nicht. Wo ich an allem etwas auszusetzen habe. An meinen Haaren, die nie so sind, wie ich sie haben möchte. Die Nase, die nicht die richtige Form hat. Die vielen grauen Haare in meinem Pony, die mich farblos wirken lassen und ich glaube an den Oberschenkeln zugenommen zu haben... Ich glaube, jeder hat solche Tage und so eine Liste.

Das sind die Tage, wo wir eigentlich über etwas ganz anderes unglücklich sind, es aber an uns selbst auslassen. Oder aber wieder anfangen, uns mit anderen Menschen zu vergleichen. Was sowieso das Schlimmste ist, was man tun kann. Deswegen hole ich mich nach kurzer Zeit heute da selber wieder raus. Die Methode, die bei mir am besten hilft, ist die, über die Liebe von Mutter Erde. Ich erinnere mich dann an die Schöpfung und das wir ein Teil davon sind. Das ich von Mutter Erde erschaffen wurde und alle Menschen einfach einmalig sind. In dieser Welt gibt es keine Messlatte von Schönheit und Hässlichkeit. Die haben wir selbst erfunden. Ich sage mir dann auch, dass absolut niemand von der Schöpfung, unserer wahren Mutter, bevorzugt wurde. Wir alle sind gleichermaßen geliebte Kinder und niemand wurde absichtlich schöner oder hässlicher gemacht. Wir alle sind schön! Jeder auf seine Weise. Das ist so. Auch, wenn es manchmal schwer fällt zu glauben. 

Diese liebevollen Gedanken helfen mir. Wenn ich mir wieder bewusst mache, dass wir alle Eins sind. Keiner bevorzugt oder benachteiligt wurde. Dann fühle ich mich tatsächlich wieder verbunden. Geerdet.

Dann fließt die Liebe durch mich durch und all die hässlichen Gedanken über mich oder mein Aussehen hören auf.

 

Auch Spiegel wurden von Menschen erschaffen. Natürlich würden wir uns auch in einer Wasseroberfläche spiegeln können. Aber wir könnten nicht die Passform unserer Hose stundenlang davor studieren...

Oft schaue ich so gut wie gar nicht in den Spiegel. Außer kurz, wenn ich meine Augen schminke. Aber meist den restlichen Tag nicht mehr. Daran merke ich auch, dass es nicht wichtig ist, wie ich aussehe, sondern, wie ich mich fühle. Manchmal reicht es ein Kleid anzuziehen, weil man Lust darauf hat. Das Gefühl des weiten, lockeren Rockes ist das, was sich uns schön oder gut fühlen lässt. Dazu braucht es im Endeffekt kein O.K. des Spiegels, den wir aus Gewohnheit immer zu Rate ziehen. 

All diese Dinge, diese kleinen, feinen Unterschiede, die das Leben schöner und freier machen, haben mir sehr geholfen. Dies kam auch nicht einfach so angeflogen, sondern ich habe sehr viel von den frühen menschlichen Anfängen gelernt. Durch die Buchreihe Ayla - Kinder der Erde von Jean M. Auel, aus denen ich auch in meinem Buch Utopia oder Das Zeitalter der Liebe zitiere, habe ich für's Leben gelernt. Ayla war ein Jahr lang meine tägliche Begleiterin, meine Seelenschwester, meine treueste Freundin, meine Lehrerin. Und das ist sie bis heute. In bestimmten Momenten erinnere ich mich mit einem Lächeln an sie und viele Gedanken oder Probleme lösen sich in Luft auf.

Von Ayla lernte ich eben auch, wie es ist, nicht zu wissen, wie man selber aussieht. Weil es keine Spiegel gab. Und sie sich noch nie irgendwo gespiegelt hatte. 

 

Zu akzeptieren, dass wir so sind wie wir sind und uns so zu lieben, wie wir sind, ist der Beginn von allem. Wenn wir erkennen, wie liebenswert wir sind. Äußerlich und vor allem innerlich! Mit all den Fehlern, die wir machen in der Schule des Lebens. Dann sind wir offen und bereit auch allen und allem anderen gegenüber, liebevoll zu sein. Respektvoll und demütig. Alles, was wir tun, was wir ausstrahlen, alle unsere Gedanken, sind der Spiegel unserer eigenen Liebe. Wenn in uns genug Liebe für uns selbst wohnt, dann haben wir auch Liebe für andere.

 

Das ist der erste Teil der Selbstliebe-Reihe. Ich freue mich, wenn Du bis hier unten gelesen und durchgehalten hast. Fühle Dich frei, Deine Erfahrungen in den Kommentaren oder auch an mich direkt mitzuteilen.

Ansonsten kommt bald Teil 2.

 

Alles Liebe,

Eure Simone xx

 

Das Bild sagt Nimm Dich selbst in den Arm!

Tue das und denk an das kleine, liebe Mädchen oder den lieben Jungen, die oder der Du heute noch bist!

Immer und in jedem Augenblick!

 

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