Endlich Winter & ein bisschen Frühling

Es gibt einen Busch, der voller Spatzen sitzt, wenn ich dort mit den Hunden vorbeikomme. Ist das nicht schön, wenn man die Natur so beobachtet?! All die Dinge, die jeden Tag ein bisschen anders sind, als noch am Tag zuvor. Wie alles in diesem verlässlichen Kreislauf wiederkehrt. Wir können uns verlässlich darauf freuen, dass wir jedes Jahr einen Frühling bekommen. All die wunderschöne Entwicklung der Natur beobachten dürfen. Wie sie erwacht und mit neuer Lebenskraft alles entstehen lässt. Vögel, die zurückkehren. Sträucher, die Knospen bekommen und Mut machen. Einen an all die Möglichkeiten glauben lassen. Die einem die Vorfreude schenken, auf saftig grüne Blätter, Frühlingssonne und warme Tage. 

Ich habe nicht nur die Spatzen gesehen, sondern auch riesige Scharen von Krähen. Denn die Erde und ihre Bewohner sind schon wieder aktiv und ich konnte Krähen nach Würmern in der Erde suchen sehen. Der Crow Moon oder Worm Moon, wie die Native Americans den dritten Vollmond im Jahr nennen, ist nicht mehr weit. Er ist nach genau diesem Naturphänomen benannt, das sich im März, nach dem Winter einstellt. Wenn die Erde, die Natur unter der gefroren Schicht aufwacht und wieder lebendig wird.

Lange mussten wir dieses Jahr auf die Kälte warten. Aber ein bisschen Winter gab es dann in der vergangenen Woche. Mit einer herrlich weißen Schneedecke, die alles friedlich einhüllte. Der Anblick füllt mein Herz mit so viel Liebe für all die Wunder, die die Natur vollbringt. Nicht, dass es nur schön anzuschauen ist. Alles hat einen tiefen Sinn!

Ich kann von der Schneelandschaft gar nicht genug bekommen. Selbst meine Hunde lieben es durch das weiße Pulver zu rennen und mit weißen Schnee-Nasen glücklich herumzutollen. Ein tiefer Frieden breitet sich aus, wenn die Welt eingehüllt ist in diese weiche Decke aus reinstem Weiß. Plötzlich sieht alles ganz anders aus. All die Schnee-Kronen, die sich auf die trockenen Blüten der Schafgabe setzen oder an Stacheldraht, wie weiche, bauschige Vorhänge hängen. Jeder Ast ist fein bepudert und gibt allem ein gespenstisches, aber liebevolles Aussehen. Jeden einzelnen Moment möchte ich dann am liebsten für immer einfangen und in mir drin aufbewahren. Das Reh, das morgens so gut zu sehen war gegen den weißen Hintergrund. Die Fuchsspuren, die wir verfolgen konnten. Der unberührte Schnee, durch den wir morgens früh als erste hindurchliefen und unsere eigenen Spuren setzten.

Mit dem Schnee kam auch die Sonne. Wie herrlich warm schien sie mir ins Gesicht, trotz der Kälte. 

In der Eifel waren wir einen Tag, wo noch mehr Schnee lag. Dort liefen wir dick eingepackt in warme Kleidung und mit Spikes unter den Schuhen über Wiesen und durch den Wald. Sonnten uns auf einer Bank unter strahlend blauem Himmel. Was braucht man mehr, wenn man all diese Geschenke jeden Tag annimmt?

In der Woche davor sah ich morgens fünf Rehe und einen Moment später einen Fuchs. Das macht meinen Tag zu einem besonderen Tag. Das sind die Augenblicke, die ich in mir drin aufhebe. Die mir all die Inspiration schenken, um all die Liebe weitergeben zu können, die ich genau in dem Augenblick fühle. Für eine Welt, wie ich sie sehe. Auch, wenn sie noch nicht grundsätzlich so ist, wie ich sie mir wünsche. Aber es gibt eine Welt neben dieser wirklich schrecklichen Welt. Es gibt den Frieden, die Schönheit und die Liebe in einer Welt, die ich sehen kann. Genau in diesen Momenten. Und tief in meinem Herzen. Das gibt mir Hoffnung für ein Zeitalter der Liebe, ein neues goldenes Zeitalter. Das gibt mir die Kraft, an all dem festzuhalten, was ich tue und lebe. Auch, wenn man in dieser Welt noch sehr oft wie ein Außerirdischer behandelt oder betrachtet wird. Aber vielleicht bin ich das ja auch. Denn meine Seele ist nicht irdisch, sondern von Außerhalb. Aber ich bin in Liebe auf der Erde und deshalb ein Erdenkind. Von ganzem Herzen, für die Natur. Damit viele Menschen ihre Augen und Herzen öffnen und die wahre Welt sehen können. Wenn ich dazu ein bisschen beitragen kann, dann bin ich sehr glücklich.

 

Alles Liebe,

Simone xx

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